Vorwürfe?

Bereits vor der ersten angemeldeten Kundgebung am 25. April wurden wir von einigen Bloggern im Netz verunglimpft und wahlweise als lächerlich, rechtsoffen, antisemitisch und insgesamt verabscheuenswert dargestellt. Zu der Zeit hatten wir öffentlich noch nichts gesagt, nur Grundgesetze verteilt, um nach der Erfahrung des überstürzt geänderten Infektionsschutzgesetzes und folgendem Lockdown über das Thema „Grundrechte und ihre Aussetzung“ in’s Gespräch zu kommen.

Die Verleumdungskampagnen gegen die VeranstalterInnen der Mahnwachen für Grundrechte und Menschenwürde Oldenburg wurden in den letzten Wochen immer bedrohlicher. Von manipulativen Texten im Internet und der Zeitung, Lügen, Beleidigung, Rufschädigung bis zu ernsten Bedrohungen haben wir viel erlebt.

Dies ist kein Einzelfall. So ergeht es gerade so gut wie allen OrganisatorInnen von Veranstaltungen, die Corona-Maßnahmen-kritisch ausgelegt sind. Bundesweit wird konzertiert aufgerufen, unsere junge, in Entstehung begriffene friedliche Bewegung für Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen, für gelebte Demokratie, Freiheit und nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel (hin zu mehr Lobbyismuskontrolle und menschenfreundlicheren Strukturen) zu stören und zu verunglimpfen. Dieser Protest fällt mal heftiger, mal weniger heftig aus. In immer mehr Städten haben die Antifa-AkteurInnen bereits begriffen, dass sie Spielball einer politischen Agenda sind und haben ihre Proteste eingestellt, einige Antifa-Gruppen haben sich der Bewegung für Freiheit und demokratischen Wandel angeschlossen.

An dieser Stelle veröffentlichen wir einige Statements zu den Vorgängen. Diese Seite ist in Entwicklung. 

Ich bin die Veranstalterin der Menschenwürde Mahnwachen Oldenburg und beziehe hiermit Stellung zu den Anschuldigungen und unwahren Behauptungen.

Die Anschuldigungen gegen mich und meine Schwester und die Diskreditierung der Menschenwürde Mahnwachen begannen bereits im April. Aufgrund einer Verlinkung auf der Webseite www.nichtohneuns.de wurde Menschen auf meine Veranstaltung aufmerksam. Ein paar “freie Journalisten”/Blogger aus den Kreisen der Oldenburger Antifa kamen ebenfalls und veröffentlichten ab dem 10. April Blogeinträge und Twitternachrichten mit Beobachtungen der Aktionen, teils völlig aus dem Zusammenhang gerissenen Fragmenten von Aussagen, teils diffamierenden und großteils assoziativen Andeutungen oder unwahren Behauptungen.

Ab dem 1. Mai gab es Blockadeaktionen der durch mich angemeldeten Veranstaltungen.
Nach dem Grund der Blockaden befragt, wurde mir erklärt, dass sich Veranstalter von Aktionen in Berlin nicht scharf genug gegen “rechts” abgegrenzt hätten. Daher seien meine Versammlungen sehr kritisch zu beobachten und per Se bereits als “rechtsoffen” bzw. “antisemitisch” zu betrachten.



Dieses Argument nennt sich “Assoziationstäuschung” oder “Kontaktschuld” und ist eine Manipulations- und Diskreditierungstechnik, die eingesetzt wird, wenn es keine sachlichen, faktenbasierten Argumente gibt.

Zitat von www.nichtohneuns.de: “Hinweis zum Selbstverständnis: Wir arbeiten für die Verfassung. »Rückwärts« vom liberalen Grundgesetz ist bei uns kein Platz! (Logisch.) Gegen Nazis! “ und
“Wir bestehen
    auf die ersten 20 Artikel unserer Verfassung!
    auf die Würde der Alten & der Kranken!
    auf Verhinderung obrigkeitsstaatlicher Schikanen!
    auf Beendigung des Notstands-Regimes!
    auf Wahlen & umfassende Transparenz!
    auf demokratische Regeln für unser künftiges Wirtschaftssystem!”

Wie man ob dieser Äußerungen auf “rechtsoffen” und “antisemitisch kommt, ist mir nach wie vor ein großes Rätsel. Auch auf mehrfaches Nachfragen habe ich bis heute hierauf keine Antwort erhalten. Allerdings habe ich inzwischen gelernt, dass diese Taktik System hat. Auch der Begriff „Querfront“ war mir neu, er wird nach meiner Recherche ebenfalls seit einigen Jahren zunehmend verwendet, um Menschen zu diffamieren und mundtot zu machen. Die NWZ hat glücklicherweise erkannt, dass der
Antisemitismusvorwurf nicht gerechtfertigt ist und hat sich öffentlich dazu geäußert und entschuldigt.

Wir selber positionieren uns auf dieser Seite und zu Beginn jeder Veranstaltung ausdrücklich gegen Extremismus jeglicher Couleur und menschenverachtende Handlungen und Äußerungen! Wir weisen jedes Mal darauf hin, dass wir solchen Äußerungen keine Bühne bieten. 
Bisher war es auf keiner unserer Veranstaltungen notwendig, das Mikro abzuschalten – die Beiträge waren überwiegend persönlich und anderen gegenüber respektvoll, auch wenn andere Meinungen vertreten wurden. Wir übernehmen für die Beiträge keine Haftung, jedeR spricht für sich.

Unsere Zusammenarbeit mit der Oldenburger Polizei war von Beginn an konstruktiv und wertschätzend. Wir haben uns mehrfach durch die Polizei beraten lassen, wie wir auf Anschuldigungen, es befänden sich “rechtsextreme” Menschen unter unseren Teilnehmenden reagieren sollen.
Uns sind die genannten Menschen nicht persönlich bekannt, sie sind auch den zahlreichen Ordnern nicht durch irgendwelche störenden Handlungen aufgefallen.

Uns wurde erklärt, dass jeder Mensch das Recht habe, an einer öffentlichen Versammlung teilzunehmen. Eine Gesinnungspolizei gebe es nicht. Der vorsorgliche Ausschluss von Menschen (aufgrund früherer vermeintlicher oder tatsächlicher Äußerungen) sei rechtswidrig. Soweit dazu.
Wir achten inzwischen genauer darauf, ob Schilder und Plakate menschenverachtende Äußerungen enthalten und  bitten darum, solche Äußerungen auf unseren Veranstaltungen nicht (auch nicht schriftlich) kundzutun. Die Würde aller Menschen ist unantastbar – dafür stehen wir auf dem Platz.

Ich habe zu Beginn meiner öffentlichen Aktivitäten im April 2020 sehr bewusst überlegt, worauf ich fokussieren will – ich war mir darüber im Klaren, dass eine “Vereinnahmung” durch politisch extrem “rechts” oder “links” gerichtete Gruppierungen möglich ist und wollte dem von Anfang
an durch eine klare inhaltliche Fokussierung entgegenwirken:

Der 1. Artikel unseres Grundgesetzes ist die Basis eines friedlichen, respektvollen, gleichwürdigen Zusammenlebens, die Basis einer menschenfreundlichen, sicheren und vielfältigen Gesellschaft – wie ich sie mir wünsche. “Die Würde des Menschen ist unantastbar” heißt für mich: alle Menschen haben aufgrund ihres Mensch-Seins einen Wert, der niemandem abgesprochen werden kann und darf. Wer andere zum Objekt seiner Projektionen und Meinungen macht, bricht bereits mit diesem 1. Artikel das Grundgesetzes. Das ist die Grundlage meines öffentlichen Handelns – so wie ich auch im privaten Umfeld um ein gleichwürdiges, respektvolles und wertschätzendes Miteinander bemüht bin.

Anscheinend ist der 1. Artikel unseres Grundgesetzes für gewisse Akteure der Antifa-Bewegung im “rechtsextremen” Spektrum angesiedelt – anders kann ich mir die provokativen und hetzerischen “Gegendemonstrationen” nicht erklären, auf denen verstörende Slogans skandiert werden wie “Kannibalismus gehört zu unseren Riten – esst mehr Antisemiten!”

Ich setze mich ein für einen würdevollen Umgang miteinander. Für eine Kultur, in der sich alle Menschen sicher und unterstützt wissen. In der Werte wie Respekt, Wertschätzung und friedliches Miteinander gelebt werden. Eine Welt, in der nicht die Interessen von skrupellosen Wirtschaftsmächten im Vordergrund stehen, sondern das Wohl unseres Planeten und aller Menschen.

Ich lade alle ein, sich selber ein Bild von unseren Mahnwachen für Menschenwürde und Grundrechte zu machen.

Teilnehmende der bisherigen Mahnwachen äußern sich durchweg positiv und dankbar über diese Möglichkeit, in diesen besonderen Zeiten zusammen zu kommen. Wir wahren bei allen Zusammenkünften die Hygieneauflagen. Auch das wird durch unsere zahlreich eingesetzten Ordner sichergestellt und unterstützt.

An dieser Stelle lade ich alle Interessierten, Kritiker und  Beobachter ein, das direkte Gespräch mit mir zu suchen.
Für Rückfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung!

Herzliche Grüße,
Friederike Pfeiffer-de Bruin
Künstlerin, Mutter, psychosoziale Geburtsbegleiterin